Zukunftskonzept der WAA

Konzept-/Zukunftsplan

Nach vielen politischen und zwischenmenschlichen Schwierigkeiten haben wir, die Menschen, die sich zur Zeit verantwortlich für die WAA fühlen Ideen gesammelt, wie eine Zukunft für dieses Projekt aussehen könnte und damit begonnen, die WAA wieder offener zu gestalten (zB. Durch allgemeine Aufräum-arbeiten und neu strukturierung). Wir verstehen uns selbst als ein offenes, künstlerisches, antifaschistisches, antirassistisches, antipatriarchales sowie inklusives Projekt, mit der Zielsetzung einen alternativen, entschleunigten und nachhaltigen Raum für alle Menschen zu schaffen, die aus Unterdrückungs- und Ausbeutungsverhältnissen ausbrechen möchten und Interesse daran haben andere Formen des Zusammenlebens und -arbeitens auszuprobieren.
Nachfolgend haben wir ein paar Ideen gesammelt, mit was für Projekten und Angeboten wir diesem Ziel näher kommen möchten. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir akut Menschen mit neuen Perspektiven und Motivation, sowie finanzielle Unterstützung. Aktuell hängt die Existenz der WAA am seidenen Faden. Durch Corona-bedingte Einschränkungen von Veranstaltungen und die bereits erwähnten zwischenmenschlichen Probleme hat sich in den letzten Monaten ein Schuldenberg angehäuft, der an sich nicht sonderlich groß ist (im hohen 3-stelligen Bereich), mangels Mitteln aber trotzdem akut das Projekt bedroht.
Zur Zeit besteht kein Zugriff auf das Vereinskonto, weshalb wir zeitnah eine Alternative organisieren müssen. Sobald ein Alternatives Spendenkonto existiert, werden die Kontodaten hier veröffentlicht. Wenn du etwas spenden möchtest, schreibe uns doch eine Email, damit wir einen Weg finden können.

Projekt- und Angebotsideen:

I. Workshops
I. Kreativ
I. DJ-ing
II. Produktion von Elektronischer Musik und Beats
III. Kunst aus Metall-schrott
IV. Grafitti-Art
II. Ernährung
I. Pizza backen (mit Pizzaofen aus Lehm)
II. Großküche
III. Fahrrad Werkstatt
IV. Permakultur / Selbstversorgung im Garten
V. Aktionsklettertrainings
II. Stadtteilarbeit
I. Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche
II. Gartenparties / Vegane Grillfeste
III. politische Info Veranstaltungen
III. Wöchentliche Film und Kneipen Abende
IV. Musikfestivals, Konzerte und Raves
V. Mobi-/Infoveranstaltungen zu aktuellen Aktionen und Projekten der Klimagerechtigkeitsbewegung und anderen
VI. offene Aktions- und Projektwerkstatt zur Vorbereitung, Organisation und Aufarbeitung von bevorstehenden oder vergangenen Aktionen
VII. Raum für Künstler*innen
VIII. Aktionsküche

Neu-/Umgestaltung:

I. Barrierefreiheit
1. Rampe zur Terasse für Rollstühle
II. Renovierungen
1. Dächer
2. Außenfassade
3. neu verputzen/streichen der Innenräume
4. Badezimmer und Gästetoilette
5. Ausbau des Kellers
III. Permakultur im Garten
IV. Überdachte Feuerstelle im Garten
V. Outdoor Kino
VI. Neugestaltung der Webpräsenz (Webseite, Twitter etc.)

Diese Liste ist eine erste Zusammenstellung und soll nach Möglichkeit erweitert werden.

Lagebericht zum Verwaltungshintergrund, ein Hilferuf zu Finanzen, Vorstand und Trauma

Finanzen

Wir brauchen dringend etwa 800€ mehr Finanzen zum Jahreswechsel. Hierzu ist es mir wichtig zu erwähnen, dass die Vereinsfinanzen AUSSCHLIESSLICH für laufendde Kosten verwendet werden. Dinge des tägliches Bedrfes wie Toliettenpapier fallen nicht darunter. Die müssen die/wir Nutzer/Mitglieder selbst bestreiten.

Konto: Förderverein des Jugendumweltnetzwerkes „für eine klimagerechte Zukunft“ e.V.
Iban: DE72 4306 0967 4080 4281 00
Bic: GENODEM1GLS
Bank: GLS

So wie ich die allgemeine Stimmung wahrnehme besteht der Wunsch einen eventuellen Finanzüberschuss in die Renovierung des maroden Hauses „WAA“ zu stecken.
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Fünf Jahre Paris – die 1,5 Grad Grenze sind wir! Dorfspaziergang am 13.12. in Keyenberg

*Fünf Jahre Paris – die 1,5 Grad Grenze sind wir!*
Kommt am 13.12. um 11.30 Uhr zum Dorfspaziergang nach Keyenberg am Garzweiler-Tagebau!
#FightForOnePointFive
Vor fünf Jahren hat die Bundesregierung im Pariser Klima-Abkommen zugesagt, die globale Erwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen, möglichst sogar auf 1,5 Grad – auf dem Papier. Doch im realen Leben baggert RWE stur weiter Kohle ab, beschützt von Laschet, Merkel und Co. So steuern wir auf drei Grad Erwärmung zu, und mehr!

Es liegt jetzt an UNS und unserem Widerstand, den Kohleabbau zu stoppen. Die Kohle unter den Dörfern am Garzweiler Tagebau muss im Boden bleiben. Damit wir nicht unser Zuhause verlieren. Damit die Dörfer auf den pazifischen Inseln nicht im Meer versinken. Damit Menschen weltweit Landwirtschaft betreiben können, um ihre Familien zu ernähren. 1,5 Grad ist keine Zahl auf dem Papier, es ist eine Frage des Überlebens.

An diesem Dezember-Wochenende protestieren in ganz Europa Menschen gegen fossile Konzerne und die Untätigkeit der Regierungen. Fridays for Future, Ende Gelände, Extinction Rebellion und viele mehr. Demonstrieren auch wir gegen den fünfjährigen Vertragsbruch von Paris:

Kommt am 13. Dezember 2020 nach Keyenberg! Wir spazieren durch das alte, wunderschöne Dorf, das RWE abreißen will. Hören Geschichten von Tagebaubetroffenen. Halten inne, um das alles zu verstehen. Mit Musik und Kunstperformance.

Achtet darauf, dass ihr während der gesamten Zeit der Demonstration eine Mund-Nasen-Bedeckung tragt und den Mindestabstand einhaltet. Bitte meldet euch nach Möglichkeit vorher per Mail an, wenn ihr kommen wollt, das erleichtert uns die Kontaktaufnahme im Corona-Fall: info@zobel-natur.de.

Treffpunkt: 11.30 Uhr, Keyenberg, Grünfläche hinter der Kirche/Plektrudisstraße (nächster Bahnhof Erkelenz oder Hochneukirch)

Die 1.5 Grad Grenze sind wir! @AlleDörferbleiben

Aufruf zur Aktionswoche im #dannibleibt

+++ Bitte weiterleiten und öffentlich bewerben +++

Aufruf zur Aktionswoche vom 4.-13. Dezember im #dannibleibt

Am 12.12.2020 jährt sich das 1,5°C Abkommen von Paris zum fünften mal. Doch in den vergangenen 5 Jahren hat sich nichts verändert. Im Gegenteil: Anfang diesen Jahres ging in Deutschland ein neues Steinkohlekraftwerk ans Netz. Fossile Brennstoffe werden weiterhin mit Milliarden gefördert und in Hessen soll eine neue Autobahn mitten durch einen gesunden, 300 Jahre alten Mischwald und ein Wasserschutzgebiet gebaut werden. Getreu dem Motto „weiter so“ findet Klimaschutz weiterhin nicht statt. Deshalb nehmen wir ihn am Dannenröder Forst selbst in die Hand!

Seit zwei Monaten erleben wir Räumungen und Rodungen im Maulbacher Wald, Herrenwald und mittlerweile auch im Dannenröder Forst. Täglich müssen wir dabei zusehen, wie mit brutaler Polizeigewalt und polizeilicher Willkür unser Zuhause zerstört wird. Täglich können wir beobachten, wie hier die Vergangenheit die Zukunft auffrisst: Der deutsche Auto-Kapitalismus ist schon längst ein Auslaufmodell und trotzdem sollen unsere Lebensgrundlagen ihm weichen? Nicht mit uns! Wir wissen: Eine Verkehrswende, geschweige denn Klimagerechtigkeit, schenkt uns keine Landesregierung, erst recht keine schwarz-grüne. Wer 2020 noch immer mit Sachzwängen argumentiert und um jeden Preis neue Autobahnen durch intakte Ökosysteme betoniert, kann es mit dem 1,5 Grad Ziel nicht ernst meinen. Klimagerechtigkeit und Verkehrswende können wir nur selbst erreichen.

Dabei ist der Danni längst zum Symbol für den Kampf gegen das System Auto geworden. Wollen wir weiter mit Vollgas in die Katastrophe rasen? Oder stoppen wir den Wahnsinn hier und jetzt und fordern den sofortigen Ausstieg aus dem Autobahnbau? Unsere Antwort ist klar: Ob in Deutschland angesichts der Klimakrise weitere 850 KM Autobahnen gebaut werden, das entscheidet sich hier und jetzt anhand dieses Waldes.

Deshalb kommt möglichst ab sofort zu uns in den Danni und helft uns den Wald zu verteidigen! Als Wald statt Asphalt Bündnis rufen wir zudem zu einer Aktionswoche vom 4. bis zum 13. Dezember auf. Mit einem bunten und vielfältigen Protest und mit diversen kreativen Aktionsformen werden wir uns den Räumungs- und Rodungsarbeiten in den Weg stellen und den Wald mit unseren Körpern schützen.

Egal ob aktionserfahren oder zum ersten Mal dabei: Durch Aktionstrainings und verschiedene Skillshares findet sich für jede:n die passende Aktionsform, auch ohne jegliche Klettererfahrung. Deswegen packt eure Rucksäcke und kommt alle in den Danni. Denn nur gemeinsam werden wir die Räumung aufhalten, die weitere Rodung verhindern, den Autobahnbau stoppen und die Verkehrswende erkämpfen.

Weitere Infos findet Ihr unter: wald-statt-asphalt.net/de oder auf Social Media unter: @wsa_buendnis (twitter) oder @wsa_buendnis (instagram)

EG – Aufruf zu dezentralem Ungehorsam am 11. & 12. Dez: 5 Jahre nach Paris: Klimaschutz ist Handarbeit

5 Jahre nach dem Abkommen von Paris haben Regierungen und Institutionen absolut versagt, die Erderwärmung selbst auf 1,5° C zu begrenzen. Im Gegenteil: Die Industrienationen sind auf einem Weg, der auf eine Erwärmung weit über 3° C hinauslaufen wird. Wenn wir uns weiter auf diese Regierungen verlassen, wird die Klimakrise sehr bald zur unkontrollierbaren Katastrophe. Schon seit Jahrzehnten werden die menschlichen Lebensgrundlagen zerstört. Die Auswirkungen treffen schon heute auf den Widerstand der Ärmsten im globalen Süden. Doch die Regierungen haben sich den Kapitalinteressen der Wirtschaft verpflichtet. Wir müssen deshalb selbst anfangen, die großen CO2-Emittenten dicht zu machen.

Am 11. und 12. Dezember 2020, zum 5. Jahrestag des Paris-Abkommens und inmitten von Covid19- und Klimakrise, rufen wir zu globalen und dezentralen Aktionen zivilen Ungehorsams gegen die CO2-Produzenten auf. Wir tun das als deutliches Zeichen: Die Zeit, auf die Regierungen zu warten, ist um. Es braucht einen globalen Klima-Aufstand, der die Macht der fossilen Industrie bricht und eine gerechte Transformation einleitet. Die Verursachenden müssen für die Schäden aufkommen. Statt kapitalistischem Wachstumszwang brauchen wir eine Gesellschaft, die die natürlichen Grenzen der Erde respektiert und ein „Gutes Leben“ für alle weltweit ermöglicht.

Klimaschutz ist Handarbeit!

#FightForOnePointFive -> ende-gelaende.org/news/eg-aufruf-11-12-dez-2020

English: (mehr…)

Demo gegen Fake-Beteiligung und für ökologische Transformation,im Rheinland – Freitag, 11.12., Alsdorf bei Aachen

Am 11.12. veranstaltet die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (initiiert von der Landesregierung, RWE sitzt im Aufsichtsrat) eine „Revierkonferenz“ – zum Abschluss ihres Beteiligungsjahres 2020. Im Rahmen der Bürger*innen-“Beteiligung“ ging es um den Strukturwandel im Rheinland.

Der gesamte bisherige Prozess war jedoch undemokratisch, und auf die Interessen von Landesregierung und Konzernen ausgerichtet. Es ging viel um Wirtschaft, und wenig um Gerechtigkeit, Ökologie und solidarische Strukturen.

Deshalb wollen wir verhindern, dass sich die Landesregierung mit diesem Feigenblatt schmücken kann – durch entschlossenen, lautstarken Protest vor Ort!

Kommt am Freitag, 11.12., um 14:00 Uhr zum Bahnhof Alsdorf-Busch!

Die Revierkonferenz findet wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer statt, und wird nach jetzigem Stand aus dem Energeticon in Alsdorf Live-gestreamt. Änderungen je nach Infektionslage sind möglich – achtet auf Updates!

gemeinschaftsrevier.noblogs.org , twitter.com/gemeinschaftsr1 , gemeinschaftsrevier bei systemli.org

++ Aktion Schlagloch kündigt Blockade-Aktion im Dannenröder Wald an ++ Einladung zur Berichterstattung am 29.11. ++ Sofortiger Rodungsstopp gefordert

27.11.20, Dannenröder Wald.
Aktion Schlagloch kündigt für Sonntag, den 29.11.2020, eine Blockade-Aktion im Dannenröder Wald an. Die Aktion findet parallel zu weiteren Protesten der lokalen Anwohner*innen und des Bündnisses „Wald statt Asphalt“ statt. Seit Anfang Oktober wird unter der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen der Wald für den Bau der Autobahn 49 gerodet und die von Aktivist*innen gebauten Baumhäuser mit einem Großeinsatz der Polizei geräumt. Aktion Schlagloch fordert einen sofortigen Rodungsstopp und eine sozial-gerechte Verkehrswende.

„Die Grünen und der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir haben immer behauptet, dass sie den Autobahn-Ausbau nicht stoppen können. Durch die Veröffentlichung des BUND von dieser Woche wissen wir jetzt, dass sie gemeinsam mit der CDU im Danni einen Rechtsbruch begeht. Am Sonntag leisten wir Widerstand gegen die verantwortungslose Politik der Landesregierung und sorgen mit unseren Körpern selbst für den sofortigen Rodungsstopp.“, so Lola Löwenzahn, die Pressesprecherin von Aktion Schlagloch. (mehr…)

Abseilaktion über Autobahn A7 bei Schleswig

Freitag,27.11.20:
Mehrere Aktionsgruppen bringen bundesweit seit heute Morgen das deutsche Autobahnnetz an seine Belastungsgrenze. Aktionen gibt es auf der A2, A4, A7, A49, A20 und A485!

Aus einer Gruppe von Aktivist*innen seilten sich bei Schleswig seit etwa 8 Uhr mehrere Personen über der Autobahn A7 in beiden Fahrtrichtungen ab und hängten Transparente auf. Mit der Aktion fordern sie eine umfassende Verkehrswende und bekunden ihre Solidarität mit den Protesten rund um den Dannenröder Forst.

„Um die globale Klimakatastrophe zu verhindern, sehen wir uns gezwungen, die Verkehrswende selbst in die Hand zu nehmen,“ so die Aktivistin Judith G. „Um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad begrenzen zu können, müssen die CO2-Emissionen bis 2050 global gegen netto Null fallen. Laut dem Bundesministerium für Umwelt ist der Verkehr die drittgrößte Quelle von Treibhausgasemissionen in Deutschland. Er verursachte im Jahr 2019 einen Anteil von 20 Prozent an den Gesamtemissionen in unserem Land, über die Hälfte stammt von PKW. Bis jetzt sind die Emissionen im Verkehrssektor stetig gestiegen. Wenn das so weiter geht, werden wir es nie schaffen die Erderwärmung rechtzeitig aufzuhalten.“

„Genau deshalb fordern wir eine sozial gerechte und klimaschonende Verkehrswende“, meint Mitstreiterin Mira M. „Statt weiterer Autobahnen wie den Ausbau der B404 zur A21 Richtung Kiel oder die Verlängerung der A20 zu planen, muss in autofreie Städte und Gemeinden, für besseren und kostenfreien öffentlichen Personennahverkehr und in mehr Fahrradstraßen investiert werden. Gebaut werden sollen neue Gleise, nicht mehr Autobahnen. Und mir ist vollkommen egal, ob dann irgendein Autokonzern weniger Gewinn macht, denn auf einem toten Planeten gibt es keine Jobs mehr.“ (mehr…)

Notruf aus dem Dannenröder Wald – Wir veröffentlichen Pläne, Aufzeichnungen und Funktionsweisen unserer Strukturen, um unsere Leben sowie den Wald zu retten und zu schützen

DAS GESAMTE DOKUMENT MIT EINER BESCHREIBUNG UND DARSTELLUNG DER EINZELNEN STRUKTUREN IST UNTER FOLGENDEM LINK ZU FINDEN: we.tl/t-uZkb7o2xSX / .pdf

Dannenrod, Montag den 23.11.20

An
die hessische Landesregierung, die Bundesregierung, die hessische Landespolizei, die Bundes- und Bereitschaftspolizei, Forstarbeitendenfirmen und alle umliegenden Polizeiinspektionen rund um den Dannenröder Wald,
an
Pressestellen und Journalist*innen, Kirchen, Abgeordnete und Parteifraktionen sowie Berufsgenossenschaften
an
Menschenrechtsorganisationen, Anwaltsverbände, Forstämter und Universitäten
an
weitere NGOs, Verbände und Vereine sowie weitere Aktivistigruppen und Verbündete der Waldbesetzung Dannenröder Forst

Sehr geehrte Menschen,

in den vergangenen zwei Wochen wurden wir Zeug*innen zahlreicher Verletzungen und beinahe-Tode. Diese wurden sowohl von den Einsatzkräften der Polizei als auch von den vor Ort arbeitenden Forstarbeitern wiederholt verursacht und billigend in Kauf genommen:
Samstag, 14.11.20: Polizisten schneiden trotz Warnrufe der Aktivisti ein tragendes Seil eines Monopods durch. Dieser stellte sich schräg und fast stürzte ein Mensch aus 5 Meter in die Tiefe (dokumentierte und bereits veröffentlichte Augenzeugenberichte, sowie Bildmaterial).
Sonntag, 15.11.20: Aktivisti stürzt aus circa 4-5 Meter hohem Tripod. Der Mensch musste verletzt ins Krankenhaus. Ein Seil wurde von einem Polizisten durchtrennt, trotz Warnungen. Der Fall ist gut dokumentiert und es laufen bereits interne Verfahren gegen den betreffenden Beamten.
Montag, 16.11.20: Ein*e Aktivisti hängt an einem Seil, das zwei Bäume verbindet. Ein Baum wird gefällt, dessen Äste diese Traverse umwachsen haben. Glücklicherweise hatten diese Äste eine geringere Bruchlast als die Traverse selbst und sind gebrochen, ohne die Traverse zu zerreißen. Dies war aber nicht sicher abzusehen und wäre anstattdessen die Traverse gerissen wäre der Mensch aus 8 Metern Höhe in die Tiefe gestürzt. Hierzu gibt es genaue und belegende Videoaufzeichnungen.
Samstag 21.11.20: Aktivisti stürzt aus 6 Metern Höhe in die Tiefe. Polizeibeamte traten vorsätzlich auf einem Sicherungsseil herum, bis es riss (Quelle: Hessenschau).
Laufend: Gefährliche Rodungen ohne genügend Sicherheitsabstand. Auch dies ist durch Videoaufzeichnugen und Zeug*innenaussagen gut dokumentiert und belegt.
Gefährdender Einsatz von Elektroschockern in großen Höhen.

Es ist uns unerklärlich, wie all das passieren konnte. Zwar ist die Kernstrategie der Waldbesetzung der passive, zivile Ungehorsam unter Risiko des eigenen Lebens. In wenig anderen Ländern der Welt würden Menschen so viel Vertrauen in einen Rechtstaat legen, auf das Leben der Aktivist*innen zu achten, wie hier in Deutschland. Nur dadurch ergibt diese Aktionsform überhaupt Sinn. Wir gehen davon aus: Wenn ein Baum einen Menschen trägt, dann gibt es in diesem Land keine Möglichkeit, diesen Baum zu fällen, ohne die Menschen vorher sicher zu evakuieren. Doch offensichtlich scheint dieses Prinzip nicht mehr wirksam zu sein.
Seien es bewusste strategische Entscheidungen, sei es Fehlverhalten von Einzelpersonen, seien es strukturelle Probleme der Polizei: Unsere Leben hängen derzeit buchstäblich an dünnen Fäden und es ist wirklich nur noch eine Frage von sehr kurzer Zeit, bis mindestens ein Mensch, wenn nicht mehrere, zu Tode stürzen oder erschlagen werden. Es fühlt sich eher wie ein Wunder an, dass es nicht bereits passiert ist.
Dieses Szenario ist derart offensichtlich abzusehen, dass dieser Brief ein letzter Notruf ist, der dazu auffordert die Rodungen zu pausieren und den bisherigen Polizeieinsatz zu evaluieren. (mehr…)

+ Erneute schwere Körperverletzung durch Polizei + Fortsetzung der Räumung trägt zur Eskalation bei + Kritik von Kirche und breitem Bündnis + Weitere Proteste angekündigt +

aktualisiert 23.11.20: +++Inzwischen gibt es Neues von den zwei beim Polizeieinsatz verunfallten Menschen: Die Person, die im Tripod am Sonntag, den 15.11. stürzte, brach sich zwei Rückenwirbel. Die Person, die am Samstag den 20.11. aus dem Skypod stürzte, hat einen angebrochenen Rückenwirbel. Ihre Stellungnahme finden Sie hier: waldstattasphalt.blackblogs.org/2020/11/22/eine-nachricht-des-verletzten-menschen-aus-morgen-a-message-from-the-injured-person-from-morgen+++.

Dannenrod, 21.11.20. Heute morgen ist um 8:30 Uhr eine Person aus über 5 Metern Höhe von einer Plattform zu Boden gestürzt. Augenzeug*innen berichten, dass zuvor mehrere Polizisten auf ein markiertes Sicherungsseil getreten sind und dieses schließlich gerissen sei. Das Seil war als Sicherungsseil markiert. „Wir verurteilen diese erneute Gefährdung von Menschenleben und fordern ein Aussetzen der Rodungsarbeiten bis zur vollständigen Aufklärung des Tathergangs. (mehr…)

Burn Slaughterhouses not Coal!

Burn Slaughterhouses not Coal!<br />
Solidarische Prozessbegleitung 2.Versuch<br />
Nachdem der erste Termin der Hauptverhandlung wegen einer Ausstehenden Entscheidung des Beschwerdegerichts ausgesetzt wurde, fängt diesesmal der Prozess wirklich an - oder auch nicht ?!<br />
In der Zeit des Lock-Downs mal schnell politische Prozesse abwimmeln zu wollen , kennen wir ja schon zu genüge. Doch die Öffentlichkeit die der Prozess/die Thematik braucht lassen wir uns nicht nehmen. Kommt vorbei, haltet Abstand. Fordert euer Recht ein, den Prozess zu beobachten.<br />
25.11.2020 | ab 8:00 Uhr Kundgebung | 9:00 Prozess | Zweigertstr. 52, Essen
25.11.2020 | ab 8:00 Uhr Kundgebung | 9:00 Prozess | Zweigertstr. 52, Essen
(…2019/05/06/blockade-vom-duerener-schlachthof)
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Ende Gelände goes Danni: Sonntag, 22.11.20

Liebe Ende Gelände-Aktivisti, der Danni braucht euch! Ende Gelände ruft für diesen Sonntag (22.11.20) zu einer Aktion zvilien Ungehorsams im Dannenröder Wald auf. Mit hunderten Aktivist*innen wollen wir die Wege in den Wald blockieren und dafür sorgen, dass die Rodung gestoppt wird. (mehr…)