Wieder Am Aufrufen

Was will dieser Aufruf?
- Zum einen informieren, was der aktuelle Stand in der WAA ist.

- Außerdem Menschen finden, die Interesse haben die WAA zukünftig auf die ein oder andere Weise zu nutzen oder zu untertstützen, ob vor Ort, aus der Ferne, körperlich anpackend, finanziell, verwalterisch oder ganz anders…

- Zum anderen enthält er einen Spendenaufruf, da akut dringend Geld benötigt wird.

Die dreieinhalbjährige Geschichte der Werkstatt für Aktionen und Alternativen in Düren ist von einem ständigen Auf und Ab geprägt. Nach einer zuletzt ziemlich kurzen Hochphase befindet sie sich gerade mal wieder in einem Tief und erneut stellt sich die Frage, ob und wenn ja wie es weitergeht.
Dabei spielen unterschiedliche Aspekte eine Rolle.

Zum einen müssen bestimmte Voraussetzungen für ein Fortbestehen erfüllt sein:
Finanzen – Beim Kauf des Hauses wurden Direktkredite aufgenommen, die zum Großteil noch nicht beglichen wurden. Es ist notwendig, mit den Kreditgeber*innen Kontakt zu halten und die Beträge zurückzuzahlen sobald dies gefordert wird. Außerdem gibt es laufende Kosten, wie Wasser, Strom, Internet, Baustellen, etc. die getragen werden müssen.
Verwaltung – Haus und 2/3 des Grundstücks gehören einer Stiftung, außerdem gibt es einen gemeinnützigen Verein der hier seinen Sitz hat. Dies bietet viele Möglichkeiten, schafft aber auch hin und wieder Aufgaben die erledigt werden müssen. Außerdem eintrudelnde Post um die sich gekümmert werden muss.
Baustellen – Das Haus ist ziemlich alt und es stehen allerlei bauliche Maßnahmen mit unterschiedlicher Dringlichkeit an. Manche sind vielleicht sofort notwendig um vor weiterem Verfall zu bewahren, andere wären sinnvoll um die Nutzungsmöglichkeiten zu optimieren. Hierzu wurden sich bereits viele Gedanken gemacht, auf die zurückgegriffen werden kann.

Zum anderen stellt sich die Frage, unter welchen Umständen und mit welchen Perspektiven es Sinn macht, die WAA zu erhalten:

Genügt das Fortbestehen des Projektes mehr oder weniger als Selbstzweck sowie als Hintergrundinfrastruktur für die Hambacher Forst Besetzungen oder braucht die WAA mehr eigene Inhalte, um den Aufwand der Aufrechterhaltung zu rechtfertigen?

Braucht es stets Menschen vor Ort, die sich explizit für das Projekt und Haus verantwortlich fühlen (eine Art Hausmeister*in) oder kann die Instandhaltung durch gelegentliche Nutzer*innen gewährleistet werden?

Genügt die Perspektive, dass auch nach diesem Tief wieder ein Hoch kommen könnte, dass sich schon immer wieder Leute finden werden die weiter machen, wie es bisher auch war, auch wenn dies gerade nicht klar absehbar ist?

Welche Bedeutung hatte und hat die WAA für den Braunkohlewiderstand in der Region? Welche Auswirkungen könnte ein Fortbestehen, welche die Auflösung des Projekts haben?

Im derzeitigen Zustand kann die WAA jedenfalls nicht fortbestehen:
Das Konto der WAA ist leer, alleine bis Ende April werden aber voraussichtlich mindestens 4.550€ benötigt.
Es gibt derzeit niemensch der*die die Verwaltungsaufgaben betreut.
Mit den Baustellen geht es derzeit nicht voran, sodass z.B. eine Wand der Außenfassade seit dem Sommer ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist.
Es gibt noch einige Personen, die sich verantwortlich für die WAA fühlen und teils auch bestimmte Dinge auf dem Schirm haben und am Laufen halten. Viele wollen allerdings aus dieser Verantwortung raus. Es braucht also neue Menschen um die WAA am Leben zu halten.

Diese müssen aber gar nicht unbedingt alle vor Ort sein:
Als offener Raum ist die WAA ein Experimentierfeld in dem unterschiedliche Varianten des Fortbestehens vorstellbar sind. Braucht es eine feste Gruppe die sich vor Ort um alles kümmert oder reicht es, wenn bestimmte Verantwortungen auf einzelne Menschen verteilt sind und der Rest von alleine irgendwie läuft? Bisher gab es da unterschiedliche Herangehensweisen. Welche Art dabei am besten die Offenheit gewährleistet, ist eine Frage die sich dabei immer wieder gestellt werden sollte, die aber rein theoretisch wohl kaum zu beantworten ist.
Z.B. gibt es die Idee, viele Aufgaben auszulagern, indem ein Träger*innenkreis aufgebaut wird. So könnten Menschen etwas beitragen auch ohne vor Ort zu sein und die Last trägt sich leichter, wenn sie sich auf viele Schultern verteilt.

Was bietet die WAA?
Zwar gibt es in der WAA viel zu tun, es wurde aber auch bereits viel getan, worauf neue Nutzer*innen und Verantwortliche zurückgreifen können.
Zum einen natürlich die Räumlichkeiten in Haus und Garten, in denen in den vergangen Jahren schon eine Menge passiert ist, sowie jede Menge Material: die Werkstätten, Küche und Büro sind gut ausgestattet, es gibt eine Siebdruckwerkstatt, eine Bibliothek voll spannender Inhalte, Aktionsmaterial und viele weitere Schätze, die teils vielleicht erst geborgen werden müssen…
Außerdem hat sich über die Jahre einiges an Erfahrungen, Gedanken und Ideen angesammelt, auf die zurückgegriffen werden kann: Zum Thema offener Raum an sich, die bisherige und zukünftige Entwicklung des Projekts, die Organisierung des Alltags, Nutzungsmöglichkeiten, Ideen sowie konkretere Pläne wie die zahlreichen Baustellen anzugehen sind, Finanzierungskonzepte , und und und.
Zugriff auf all dies besteht über ein umfangreiches Wiki, und über die Menschen die daran beteiligt waren.

Wie geht es weiter?
Um nicht Ewigkeiten in einem unklaren Hängezustand zu verweilen setzen wir (wieder einmal) eine Deadline, bis wann sich eine neue Gruppe (oder eine andere, verantwortungstragende Form des Fortbestehens) gefunden haben muss – ansonsten steht die Auflösung des Projektes an! Die Deadline ist der 1. Juli 15. Mit dieser Frist ist noch genügend Zeit für eine neue Gruppe sich zu finden, es sich gründlich zu überlegen und eine Probezeit im Frühjahr in der WAA zu haben. Eine Gruppe die die WAA übernimmt übernimmt damit auch Verantwortlichkeiten auf allen Ebenen für das Haus und das Projekt unter bestehenden Absprachen mit der Stiftung Freiräume als offizielle Eigentümerin.
Für interessierte Einzelpersonen und/oder Gruppen bieten wir eine Bau- und Info-Woche an. Ziel dabei ist es, dass sich verschiedene Interessenten kennenlernen können, und in einem gemeinsamen Prozess des Arbeitens ausprobieren können, ob und wie das zusammen klappen kann. Während der Woche soll auch Zeit sein, sich mit ehemaligen WAA-Aktiven auszutauschen, darüber was eine Übernahme alles bedeuten würde. Und last but not least: Durch das Bauen am Café würde auch die Wohnsituation für eine eventuelle neue Gruppe aufgewertet. Die Bau-Info-Woche findet statt vom 13. bis zum 19. April.

Akut Unterstützung benötigt!
Schon jetzt braucht die WAA dringend Geld! Um offene Rechnungen zu begleichen, die laufenden monatlichen Kosten zu tragen und Direktkredite zurückzahlen zu können.
Das Konto ist leer und die letzten Versuche, Geld zu organisieren haben noch keine Früchte getragen. Nach derzeitiger Berechnung wären ungefähr 4550€(setzt sich zusammen aus Direktkredit, offener Rechnung und laufenden Kosten) nötig, um bis Ende April über die Runden zu kommen.
Wenn es also Menschen gibt die sich vorstellen können, Geld auftreiben zu helfen, z.B. über Solipartys, oder selbst etwas zu spenden wäre das eine große Hilfe, um die WAA zumindest die nächsten Monate noch nutzbar zu halten und die weiteren Aussichten aufzubessern.
Kontakt

Reflexion
Wie es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist, ist sicherlich eine Frage die zu stellen wichtig ist. Die Reflexion über diese und viele weitere würde den Rahmen dieses Aufrufs jedoch sprengen, doch gibt es Menschen die gewillt sind sich damit auseinanderzusetzen. Eine Idee ist, hierfür ein extra Treffen zu veranstalten, gerne mit einer bunten Mischung an Menschen aus den unterschiedlichen WAA-“Generationen“, HambacherForst-Aktivist*innen, eher außenstehenden Beobachter*innen und sonstigen Interessierten.
Bei Interesse oder Anregungen melde dich gerne! -> Kontakt


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