Archiv für August 2015

Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“

hier eine Stellungnahme zum Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“

Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“
- mit Kohlestift geschrieben und CCS als Perspektive
Obwohl die Regierungen seit 2010 kräftig dagegen halten, kann die Dynamik der
erneuerbaren Energien letztlich nicht gebrochen werden. Die Ablösung von Atom und
fossil ist „alternativlos“. Daran kommt auch das „Weißbuch“ nicht vorbei. Doch wirft es den
EE Steine in den Weg und ist um einen unbegrenzten Bestandsschutz für die
Kohleverstromung bemüht, deren Emissionen durch CCS „minimiert“ werden sollen. (mehr…)

September: Wochenendseminar zur Theorie der Herrschaftsfreiheit

Sa/So, 19.+20.9. jeweils ab 11 Uhr
Ort: Köln, Kolbhalle, Helmholtzstraße
Theoriewochenende zur Herrschaftsfreiheit
Wie kann eine herrschaftsfreie Welt aussehen? Diese Frage beschäftigt PhilosophInnen, manch zukunftsorientierten PolitikerInnen oder AktivistInnen, Roman- und Sachbuchschreiberlinge. Doch ein kritischer Blick zeigt meist:
Zukunftsdebatten sind eher ein Abklatsch heutiger Bedingungen mit netteren Menschen in der Führung. „Freie Menschen in freien Vereinbarungen“ ist radikal anders: Mit scharfem, analytischen Blick werden die Bedingungen seziert, unter denen Herrschaft entsteht, wie sie wirkt und was sich wie ändern muss, damit Menschen aus ihrem Streben nach einem besseren Leben (Eigennutz) sich nicht nur selbst entfalten, sondern genau dafür die Selbstentfaltung aller Anderen brauchen und deshalb mit herbeiführen. Aus Konkurrenz wird Kooperation, das Normale weicht der Autonomie.
Das Theoriewochenende bietet die Möglichkeit zur intensiven Diskussion, zum Hinterfragen und Weiterentwickeln aller Positionen, die in den vergangenen Vortragsabenden angesprochen wurden. Um Diskussionsansätze zu schaffen und auch neuen Interessierten den Einstieg zu erleichtern, werden ca. 40 Thesen zur Theorie der Herrschaftsfreiheit ausgehängt. (mehr…)

Andante an der Kante

„Mit einer konzertanten Baggerblockade und anschließender musikalischer Nachtwache unterstützt Lebenslaute in diesem Jahr den Widerstand gegen den Braunkohletagebau im Rheinland. Wir werden konkret eingreifen.“

21.08.2015 (FREITAG)
Klassisches Konzert mit Orchester und Chor 19:00 Uhr, Aula, Buir

23.08.2015 (SONNTAG)
Demo vor der Konzertaktion ab Kerpen-Manheim, Markt, 11:30 Uhr
Musikalische Nachtwache bis Montagvormittag, 24.8.

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Aktionsmarathon im Hambacher Forst

Nach der EndeGelände-Massenaktion (twitter) am Samstag liefern Aktivisto aus dem HambacherForst seit heute Morgen einen Besetzungsmarathon ab. Mehr

„Inhumane Haltung der offiziellen Politik“

http://www.taz.de/picture/124104/624/Ceuta-neu_01.jpg
Quelle: http://antifadueren.blogsport.de/
Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) erklärte am Mittwoch zur aktuellen Situation der Flüchtlinge in Europa:

Angesichts der skandalösen Vorfälle in verschiedenen europäischen Ländern im Umgang mit Flüchtlingen ist die FIR in großer Sorge. Wir erinnern daran, dass nur wenige Menschen freiwillig ihre Heimat verlassen. Die insbesondere in Nordafrika und im Nahen Osten – auch durch die Politik der Staaten der Europäischen Union – eskalierten Konflikte zwingen jedoch immer mehr Menschen aus diesen Regionen, ihr Land zu verlassen und Schutz in anderen Teilen der Welt zu suchen.

Vor diesem Hintergrund können wir es in keiner Weise akzeptieren, dass die Europäische Union – trotz gegenteiliger Erklärungen – de facto mit allen Mitteln versucht, Menschen, die aus großer Not oder wegen der Bedrohung durch Krieg und Elend aus ihrer Heimat fliehen, an der Überquerung der europäischen Außengrenzen zu hindern. Dabei werden mittlerweile mehrere tausend im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge billigend in Kauf genommen. Statt das Elend der Flüchtlinge in den Blick zu nehmen, beraten die Regierungschefs nur darüber, wie weitere Flüchtlingsströme und »kriminelle Schleuserbanden« gestoppt werden können. (mehr…)

Pressemitteilung: Schwere Gewaltvorwürfe aus dem Hambacher Forst gegen die Polizei

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Niederaußem/ Bergheim-06.August 2015. In der vergangenen Nacht gab es in Niederaußem eine allgemeine Verkehrskontrolle, wegen der jetzt heftige Vorwürfe gegen das gewaltsame Vorgehen der Polizeibeamten laut werden. Die Insassen des Fahrzeugs scheinen in Zusammenhang mit den Besetzungen rund um den Hambacher Forst zu stehen. Auf deren Blog wird über massive Übergriffe seitens der Polizei berichtet. Die AktivistInnen sehen darin eine Bestätigung ihrer konsequenten Kooperationsverweigerung gegenüber der Polizei und ihres Vorwurfs, dass in der BRD und insbesondere im Einflussgebiet der RWE-Power-AG wirtschaftliche Interessen über Grundgesetze und Menschenrechte gestellt würden.

Laut dem Blog der BesetzerInnen wurde schon zu Beginn der polizeilichen Maßnahme gegen 1:00 durch die Beamten ein Zusammenhang zum Anti-Kohle-Aktivismus angedeutet. Darauf hin verlangten sie nicht nur vom Fahrer, sondern von allen Fahrgästen eine Angabe der Personalien. Diese hatten keine Ausweispapiere dabei und lehnten insgesamt die Personenkontrolle im Rahmen einer einfachen Verkehrskontrolle als unzulässig ab. Daraufhin wurden alle Fahrzeuginsassen festgenommen bis auf den Fahrer (der sich per Führerschein auswies) und für bis zu 12 Stunden in der Polizeiwache Bergheim in Gewahrsam genommen. (mehr…)

…machen wir RWE fertig!

Autonomer Aufruf zu dezentralen Aktionen während der Ende-Gelände Aktionstage

Vom 14.-16. August 2015 findet im Rahmen des Klimacamps die Massenblockade „Ende Gelände!“ im Tagebau Garzweiler, nahe Erkelenz, statt.
Wir: Das sind einige Menschen, die in den ständigen lokalen Braunkohle-Widerstand eingebunden sind.

Wir schätzen die Anstrengungen, die unsere Compas erbracht haben, um viele verschiedene Menschen und Gruppen zusammenzubringen und diese Massenaktion zu organisieren. Wir hoffen, dass Ende Gelände vielen neuen Menschen (z.B. Leute, die mit direkten Aktionen noch nicht vertraut sind, und/oder die keine persönlichen Verbindungen zu anderen Personen in der Bewegung haben) den Zugang zur Anti-Braunkohlebewegung und direkten Aktionen im Allgemeinen ermöglichen wird.

Trotzdem glauben wir, dass es wichtig ist, diese Form der direkten Massenaktion mit autonomen, dezentralen Aktionen zu kombinieren. Diese sind weniger vorhersehbar für die Polizei und die PR-Strategie der Mächtigen. (mehr…)

Prozess in Jülich am 03.07

am kommenden Montag den 03.07.2015 um 13:30 Uhr findet ein Gerichtsverfahren gegen einen Aktivisten statt, der sich im vergangenen Sommer; am 01.08.2015 während des Aktionstages im Rheinischen Revier, an die Schienen der Hambachbahn gekettet hat.

Der Vorwurf lautet auf „Störung öffentlicher Betriebe“. Auf einen Strafbefehl hatte er Widerspruch eingelegt und wird nun mit einem solidarischen Anwalt den Prozess führen.
Der Prozess ist öffentlich und der Aktivist sieht gern Menschen im Publikum, die ihre Solidarität mit ihm zeigen.

Die Adresse des Gerichts lautet:
Wilhelmstraße 15
52428 Jülich

Treffpunkt ist um 13:00 Uhr vor dem Gerichtsgebäude.