New York gegen Kohle-, Öl- und Gaskonzerne

Gesendet: Freitag, 12. Januar 2018 um 15:30 Uhr
Von: "Bill McKibben und Naomi Klein für 350.org"
Betreff: New York gegen Kohle-, Öl- und Gaskonzerne

Großer Sieg: New York kündigt Divestment an und verklagt Kohle-, Öl- und Gaskonzerne

Liebe Freund*innen,

der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio, hat gigantische Schritte im Kampf gegen den Klimawandel angekündigt.

Zu unserer großen Freude verkündete Bürgermeister de Blasio am Mittwoch der Welt, dass New York die Pensionsfonds der Stadt aus der Kohle-, Öl- und Gasindustrie abziehen wird. Und es wird noch besser! Er gab außerdem bekannt, einige der größten Öl- und Gaskonzerne wegen Klimaschäden, die z.B. durch Hurrikane wie Sandy entstehen, vor Gericht zu bringen.

Diese aufsehenerregende öffentliche Stellungnahme einer Stadt wie New York mit ihrer enormen Symbolkraft zeigt, dass sich der Wind in unserem Kampf für Klimaschutz zu drehen beginnt.

New York könnte in anderen Großstädten weltweit einen mächtigen Sturm gegen die Kohle-, Öl- und Gasindustrie auslösen. Damit dies geschieht, wird jede*r Einzelne von uns gebraucht, um Veränderungen auf kommunaler Ebene einzufordern. Lasst uns also diesen Augenblick nutzen, um noch mehr Gas zu geben und unsere Aktionen weltweit zu verstärken.

Als wir 2012 die Divestment-Idee entwickelt haben, dachten wir: Ein paar Kommunen, Unis und ein paar Kirchen werden mitmachen. Selbst in unseren kühnsten Träumen hätten wir uns nicht vorstellen können, dass sich ein halbes Jahrzehnt später die reichste Stadt der Welt an die Spitze der Bewegung setzen würde. Das Gesamtvermögen, derjenigen Institutionen, die bislang Divestment beschlossen haben beträgt 6 Billionen US-Dollar. Mit New York steigt es um weitere 200 Milliarden US-Dollar an.

Die Bevölkerung von New York hat den Hurrikan Sandy erlebt und weiß seither, was der Klimawandel wahrhaftig kostet. Die Menschen blieben nicht inaktiv, sondern gaben sich einen Ruck und machten sich an die Arbeit. Sie gründeten einflussreiche Gruppen wie DivestNY auf kommunaler Ebene, um Wandel in Gang zu setzten. Ohne die Tausenden New Yorker*innen, die sich für Veränderungen einsetzen, wäre die Ankündigung von Mittwoch nicht möglich gewesen.

Seit einigen Wochen erleben wir eine ganze Reihe solcher Ankündigungen, die uns wirklich Hoffnung machen, was die Zukunft angeht. Der größte Geldtopf der Welt, Norwegens staatlicher Ölfonds, will aus Öl und Gas deinvestieren. Frankreich hat angekündigt, jegliche Exploration neuer Öl- und Gasvorkommen auf seinem Staatsgebiet zu verbieten. Und die Weltbank, eine Hochburg des globalen Kapitalismus, hat angekündigt, die Finanzierung der Erschließung von Öl- und Gasvorkommen binnen zwei Jahren einzustellen.

Die Dynamik arbeitet für uns und wir erwarten 2018 wirklich sensationelle Entwicklungen. Und das alles ist ganz normalen Menschen zu verdanken, die sich zusammentun und den großen gierigen Bossen der Kohle-, Öl- und Gasindustrie die Stirn bieten. Unsere Zukunft ist eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe.

Startest du 2018 eine Fossil-Free-Kampagne bei dir vor Ort, in deinem Dorf oder in deiner Stadt? Die Ankündigung aus New York ist erst der Anfang. Begleite uns auf dem Fossil Free Weg in 2018!

Danke,

Bill McKibben und Naomi Klein


0 Antworten auf „New York gegen Kohle-, Öl- und Gaskonzerne“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


+ fünf = sieben