Autobahn-Brückenaktionen u U-Haft – spektakuläre Aktion am 24.11. über A5 geplant

Presseinfo am 18.11.2020

* Einladung zu einer spektakulären Versammlung: Nachbau der Autobahn-Brückenaktion vom 26.10. (am gleichen Ort)
* Dienstag, 24.11. voraussichtlich 11-12 Uhr – auf, an und unter der Brücke über die A5 beim S-Bahnhof Zeppelinheim

Aktivist*innen wollen Autobahn-Brückenaktion über A5 wiederholen – als angemeldete Versammlung

„Wollen zeigen, dass die Aktion gerechtfertigt und sicher ist!“
Die Aktionen hatten viel Aufmerksamkeit erhalten: Am 26.10.2020 kletterten insgesamt elf Aktivist*innen über die Geländer von drei Autobahnbrücken im Rhein-Main-Gebiet und spannten große Transparente auf. Damit warben sie für eine Verkehrswende, prangerten 1053 Verletzte und neun Tote pro Tag im deutschen Straßenverkehr an und forderten den Stopp des Baus der A49. Die Polizei sperrte daraufhin die A3, die A5 und die A661 an den Aktionsorten, um die Kletterer*innen und ihre Spruchbänder zu entfernen. Die Justiz reagierte hart auf die Aktion:
Gegen alle elf Personen, die an den Seilen hingen, wurden Haftbefehle erlassen. Sieben von ihnen sitzen auch heute noch, drei Wochen später, im Preungesheimer Gefängnis.

Jetzt planen Aktivist*innen eine spektakuläre Wiederholung der Aktion vom 26.10. – als angemeldete Demonstration. „Autobahnen dürfen keine Tabuzonen für Proteste sein – gerade wenn es um die Frage weiterer Autobahnbauten und einer Wende hin zu einer klima-, umwelt- und menschenfreundlichen Mobilität geht“, fordert Jörg Bergstedt, der die Versammlung vorgestern bei der zuständigen Stadt Neu-Isenburg angemeldet hat. Dabei hat er der Stadt das Angebot gemacht, eine relativ verkehrsarme Zeit in der Mittagsphase zu wählen und die Zeit der Autobahnsperrung auf eine Stunde zu begrenzen. Mit der Aktion solle, so sein Ziel, öffentlich gezeigt werden, dass die Aktionsform dem Versammlungsrecht entspricht. „Es wird einen Nachbau der Aktion am 26.10. am genau gleichen Ort geben. Damit wollen wir zeigen, dass die Untersuchungshaft für die damals Beteiligten nicht gerechtfertigt war und ist.“ Außerdem soll für eine Verkehrswende weg vom Auto mit Umwandlung und Rückbau von Straßen geworben werden. „Es ist jetzt schon zuviel Landschaft betoniert. Mehr Straßen erzeugen mehr Verkehr. Statt Autobahnen und anderen Straßen brauchen wir gute Bahn- und Busverbindungen, Fahrradstraßen und mehr Platz für Fußgänger*innen – barrierefrei!“

Die Versammlung ist öffentlich. Neben Redebeiträgen für die sofortige Freilassung der inhaftierten Verkehrswendeaktivist*innen und für eine konsequente Verkehrswende werden fünf Kletterer*innen die Situation vom 26.10. nachstellen und dabei erklären, wie sie sich vorbereiten und wie sie vorgehen.

Am Freitag, 20.11., findet um 14.30 Uhr ein Kooperationsgespräch zwischen den Anmeldern und der Versammlungsbehörde in Neu-Isenburg statt. Die Anmelder gehen davon aus, dass die Versammlung möglich sein wird. „Unser Anliegen ist in dieser spezfischen Weise nur am gleichen Ort und auf die gleiche Weise wie am 26.10. möglich. Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gilt auch für Autobahnen. Durch die Begrenzung auf eine Stunde und die Verlegung außerhalb der Rush-Hour ist die Kundgebung auch verhältnismäßig“.

* Angemeldeter Termin: Dienstag, 24.11., 11 bis 12 Uhr auf und an der Brücke über die A5 an der S-Bahn-Station Zeppelheim (Verlängerung Kirchschneise, neben Aussichtpunkt Flughafen)

* Kontakt: Jörg Bergstedt (Beschuldigter in Dresden) c/o Projektwerkstatt, 06401-903283 und 01575-8461661
* Erklärvideo mit Beteiligten an Autobahn-Brückenaktionen über ihre Motive und Vorgehensweise


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