Archiv für September 2021

Ella – der Dokufilm gegen die Lügen von Polizei und Justiz

Ella Filmplakat

Der Film „Ella“ ist eine Antwort auf die Justizskandale. Solidarische Zusammenhänge haben in akribischer Recherchearbeit einen Dokumentationsfilm erstellt, der klar belegt, was an dem verhängnisvollen 26.11.2020 im Dannenröder Wald wirklich geschah. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht wollte die Beweise für die Lügen der Polizei nicht zur Kenntnis nehmen. Der Film wird sie zeigen. Er wird erstmals am 1. Oktober, dem Jahrestag des Polizeiangriffs auf die Waldbesetzung aufgeführt – an gleichzeitig sehr vielen Orten. Informationen für alle, die solche Vorführungen organisieren, und die Liste der Spielorte, werden auf https://ella.siehe.website und https://freethemall.blackblogs.org/unbekannt/ veröffentlicht.

An dieser Premiere wollen wir uns beteiligen und laden dich herzlich dazu am 01.10 ab 20 Uhr ein. Im Anschluss wird es Raum für Gespräche und Diskussionen im Bezug auf den Film geben und bei Interesse einen Ausklang am Lagerfeuer. Für das leibliche Wohl ist gesorgt (vegan) und Getränke und Snacks wird es gegen Spende ebenfalls geben.

Falls du spät Abends nicht mehr so einfach nach Hause kommst, können wir auch Schlafplätze anbieten, sofern du getestet, genesen oder geimpft ist. Bei Rückfragen schreibt uns gerne eine Mail

Hintergründe:

Es war ein abschreckendes Urteil nach einer langen Untersuchungshaft: Die immer noch „unbekannte Person Nr. 1“ wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das dramatische Gerichtsverfahren basierte dabei komplett auf Erfindungen. Mehrere SEK-Polizisten tischten eine frei erfundene Story zu den Abläufen bei der Räumung der Waldbesetzung gegen die A49 im Herbst 2020 auf. Sie phantasierten von Fußtritten und Kniestößen, Lebensgefahr, Todesangst und Verletzungen. Geschwärzte Atteste mit gar nicht zum Tattag passenden Daten wurden als Beweise akzeptiert, Widersprüche zwischen Aussagen am Tag selbst und den konstruierten Vorwürfen Tage oder Wochen später zu Missverständnissen umetikettiert. Es war völlig klar: Mit „Ella“, die wie unbekannte Person (UP1) genannt wird, war ein Zufallsopfer gefunden, um die ganze Bewegung zu diskreditieren und abzuschrecken. Offenbar war den Lobbyist*innen einer Weiter-so-Autogesellschaft und der autoritär-politischen Justiz ein Schlag gegen Verkehrswende-Aktive wichtig, da diese durch die Besetzung des Dannenröder Waldes deutlich gestärkt wurden. Der Alsfelder Richter Süß machte sich zum Handlanger und willigen Vollstrecker. Paradox: Er schwächte die Verteidigung von Ella durch die Ablehnung von zwei der drei vorgesehenen Verteidiger*innen mit dem absurden Argument, diese seien kritisch gegenüber dem Autobahnbau eingestellt. Er selbst gehört einer Partei an, die auf regionaler und überregionaler offen für den Autobahnbau eintritt – doch für ihn galt die erfundene Regel politischer Neutralität nicht.

Zukunftskonzept der WAA

Konzept-/Zukunftsplan

Nach vielen politischen und zwischenmenschlichen Schwierigkeiten haben wir, die Menschen, die sich zur Zeit verantwortlich für die WAA fühlen Ideen gesammelt, wie eine Zukunft für dieses Projekt aussehen könnte und damit begonnen, die WAA wieder offener zu gestalten (zB. Durch allgemeine Aufräum-arbeiten und neu strukturierung). Wir verstehen uns selbst als ein offenes, künstlerisches, antifaschistisches, antirassistisches, antipatriarchales sowie inklusives Projekt, mit der Zielsetzung einen alternativen, entschleunigten und nachhaltigen Raum für alle Menschen zu schaffen, die aus Unterdrückungs- und Ausbeutungsverhältnissen ausbrechen möchten und Interesse daran haben andere Formen des Zusammenlebens und -arbeitens auszuprobieren.
Nachfolgend haben wir ein paar Ideen gesammelt, mit was für Projekten und Angeboten wir diesem Ziel näher kommen möchten. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir akut Menschen mit neuen Perspektiven und Motivation, sowie finanzielle Unterstützung. Aktuell hängt die Existenz der WAA am seidenen Faden. Durch Corona-bedingte Einschränkungen von Veranstaltungen und die bereits erwähnten zwischenmenschlichen Probleme hat sich in den letzten Monaten ein Schuldenberg angehäuft, der an sich nicht sonderlich groß ist (im hohen 3-stelligen Bereich), mangels Mitteln aber trotzdem akut das Projekt bedroht.
Aktuell existiert kein Vereinskonto. Deshalb haben wir vorläufig eine GoFundMe Kampagne erstellt.
GoFundMe-Spendenlink

Vielen Dank für jede Art der Unterstützung!

Projekt- und
Angebotsideen:

  1. Workshops

    1. Kreativ

      1. DJ-ing

      2. Produktion von Elektronischer Musik und Beats

      3. Kunst aus Metall-schrott

      4. Grafitti-Art

    2. Ernährung

      1. Pizza backen (mit Pizzaofen aus Lehm)

      2. Großküche

    3. Fahrrad Werkstatt

    4. Permakultur / Selbstversorgung im Garten

    5. Aktionsklettertrainings

  2. Stadtteilarbeit

    1. Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche

    2. Gartenparties / Vegane Grillfeste

    3. politische Info Veranstaltungen

  3. Wöchentliche Film und Kneipen Abende

  4. Musikfestivals, Konzerte und Raves

  5. Mobi-/Infoveranstaltungen zu aktuellen Aktionen und Projekten der
    Klimagerechtigkeitsbewegung und anderen

  6. offene Aktions- und Projektwerkstatt zur Vorbereitung, Organisation
    und Aufarbeitung von bevorstehenden oder vergangenen Aktionen

  7. Raum für Künstler*innen

  8. Aktionsküche

Neu-
Umgestaltung:

  1. Barrierefreiheit

    1. Rampe zur Terasse für Rollstühle

  2. Renovierungen

    1. Dächer

    2. Außenfassade

    3. neu verputzen/streichen der Innenräume

    4. Badezimmer und Gästetoilette

    5. Ausbau des Kellers

  3. Permakultur im Garten

  4. Überdachte Feuerstelle im Garten

  5. Outdoor Kino

  6. Neugestaltung der Webpräsenz (Webseite, Twitter etc.)

Diese Liste ist eine erste Zusammenstellung und soll nach Möglichkeit erweitert werden.