Samstag 02.02.13, 10:30 – 16:30 Uhr im KOMM
Männlichkeit in autonomer Politik – Kritik und Handlungsstrategien
Die Unzufriedenheit damit, dass autonome Politik all zu oft hauptsächlich junge Männer anspricht, führte zur Entstehung dieser Veranstaltung.
Woher das kommt, was Männlichkeit überhaupt ist und wie eine antisexistische Praxis in unseren Strukturen aussehen kann, sind Fragen, die wir uns ihm Rahmen dieses ganztags Workshops stellen werden.
Da es keinen allgemeinen Anti-Macker-Plan gibt, muss die Strategie zum Umgang damit in den lokalen Zusammenhängen politisch diskutiert, in den persönlichen Beziehungen sowie durch Selbstreflexion von den Aktivist_innen aktiv erarbeitet werden.
Um einen Anfang zu machen, sind Menschen aller Geschlechter herzlich eingeladen.
Da der Workshop auf 20 Teilnehmer_innen begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung unter: waa@riseup.net
Das KOMM ist Rollstuhlgeeignet

Donnerstag, 07.02.13, 19:00 Uhr
Die Mischung macht’s – erfolgreiche Strategien des Widerstandes
Seit 2004 starteten Gentechnikonzerne und Lobbygruppen eine neue Kampagne zur Durchsetzung ihrer Profitinteressen und zur Anlage von Feldern mit manipulierten Pflanzen. Ab 2005 entwickelte sich – wie schon Mitte der 90er Jahre – eine spannende Mischung des Widerstandes: Feldbefreiungen, Feldbesetzungen, Aktionen vor Konzernzentralen und -versammlungen, Recherchen hinter den Kulissen, brisante Veröffentlichungen und viele informative Veranstaltungen. Mit Erfolg: 2012 gab es kam noch Felder und die großen Konzerne kündigten ihren Abgang aus Deutschland an.
- Was macht solche Widerstandsstrategien aus? Und was lässt sich daraus für andere Kampagnen und Aktionen lernen – z.B. für den Widerstand gegen Atom und Kohle, Tierfabriken und Schlachthöfe, Nazis und FundamentalistInnen aus Religionen oder Esoterik, Konzerne und profitgierige Institutionen, Militär & Co. Dabei geht es nicht um schlichtes Kopieren, denn jede Situation ist anders und jeder Protest sollte auch Ausdruck der Eigensinnigkeiten der jeweiligen AkteurInnen sein. Aber überall wird es darauf ankommen, einen vielfältigen Widerstand am Leben zu haben, eine Kooperation der Vielen und Unterschiedlichen hinzu einer Aktion, in der viele Aktionen Platz haben.
Der Referent wird in einem kurzen Abriss die Abläufe des Gentechnikwiderstandes schildern und einige Thesen für den Protest gegen … benennen. Dann bleibt Zeit zur Debatte und Entwicklung eigener Ideen.

Samstag, 10.02.13, 11:00
Brunch, Garten-Planung
Bei leckerem Essen wird besprochen, was die Monate darauf im Garten gepflanzt wird und welche Vorbereitungen das bedeutet (Vorziehen…). Wenn ihr Ideen / Wünsche habt, bringt am besten eine kurze Beschreibung der Pflanze (Anforderungen, Zeitrahmen) mit, wir können aber hier auch noch Recherchieren.

Freitag, 22.02.13, 20:00
Gedichtelesung
Ein Abend. Drei Menschen. Zehntausend Texte und Fragmente.
Ein lyrisch-dramatischer Mischmasch irgendwo zwischen Emo, Agitation, Genderterrorismus und Punk.
Was ist Sehnsucht in der großen Stadt? Was steht auf deiner Kiste? Wie queer ist das Gesundheitsamt? Und würde ein besetztes Haus zur Selbsthilfegruppe gehen?

Donnerstag, 28.02.13, 19:00
Info- und Diskussionsabend mit dem Autonomen Knastprojekt Köln
Seit über 30 Jahren existiert das Autonome Knastprojekt Köln. Wir werden einen kurzen Überblick über unsere Arbeit in dieser Zeit geben. Anschließend wollen wir darüber reden, warum es auch innerhalb der Linken so schwer ist, Menschen für dieses Thema zu interessieren. Allerdings stellen wir auch erfreut fest, dass es in den letzten Jahren anscheinend wieder mehr Leute in den kritischen Bewegungen gibt, die das Thema Knast aufgreifen. Deshalb wollen wir den größten Teil des Abends nutzen darüber zu reden, was wir praktisch machen können. Wie wir rebellische Gefangene unterstützen können. Wie wir eine breiteres Bewußtsein gegen das Knastsystem insgesamt schaffen. Welche Teilschritte wir uns auf dem Weg zu einer Gesellschaft ohne Knäste vorstellen können. Antiknastarbeit lebt vom Kontakt zu rebellischen Gefangenen. Deshalb werden wir eine Liste von kämpferischen Gefangenen mitbringen. In der Hoffnung, dass mehr Menschen anfangen mit Gefangenen zu diskutieren. Wie der Abend verläuft hängt nicht zuletzt von Euch ab. Von Euren Erwartungen, Vorstellungen und Fragen. Wir freuen uns drauf.